VFR - Visual Flight Rules

Allgemeines

Während man bei IFR ("Instrumental Flight Rules") einen genauen Flugplan einreicht und sich strikt an die angegebenen Wegpunkte halten muss, steht es dem VFR-Piloten grundsätzlich frei, wie er sich bewegt - man kann also fliegen, wie und wohin man möchte (solange man nicht in kontrollierten Luftraum einfliegt, also z.B. in die Nähe eines Großflughafens oder in größere Höhen - dazu später mehr).

Es liegt in der Verantwortung des Piloten, die notwendige Distanz zu Wolken, Boden, Hindernissen sowie anderen Luftfahrzeugen zu halten.

Weiters ist der Pilot für seinen Kurs selbst verantworlich: Für VFR sind keine Navigationshilfsmittel vorgeschrieben, der Pilot kann also nach rein terrestrischer Navigation fliegen, oder auch Hilfsmittel wie VOR's, NDB's oder GPS verwenden.

Der Pilot muß in jeder Phase des Fluges seine Fluglage durch Sichtreferenz nach außen kontrollieren können

Dies alles bedeutet naturgemäß, dass VFR nur bei guten Wetterbedingungen (VMC - "Visual Meteorologic Conditions") möglich ist:

Dies wird auf IVAO allerdings nicht ganz so streng genommen, wenn notwendig kann man das lokale Flusi-Wetter verändern und die richtigen Sichtbedingungen schaffen. :-)


VFR-Flugplan

Bei VFR-Flügen ist es notwendig, einen Flugplan abzuschicken, der zumindest Start- und Zielflughafen enthält, sonst wird man von der Serversoftware automatisch disconnected. Weiters hilft ein Flugplan Controllern, die Absichten des Piloten abzuschätzen, und übermittelt auch den eigenen Flugzeugtyp an andere Clients, damit dieser korrekt dargestellt werden kann.

Bei VFR-Flügen ist die Angabe der Flughöhe nicht zwingend notwendig, der Pilot kann unterwegs je nach Terrain und Wetter selbst entscheiden wie hoch er fliegen möchte - dabei sollte man folgende Richtlinien beachten:

    Heading 0-179°: Ungerade 1000ft + 500ft - zB. 1500ft, 3500ft, 5500ft etc.
    Heading 180-359: Gerade 1000ft + 500ft - zB. 2500ft, 4500ft, 6500ft etc.
Weiters gelten folgende Einschränkungen:
    Mindestflughöhe: 500ft über dem Boden oder Bodenhindernissen (1000ft über dicht besiedeltem Gebiet)
    Maximale Flughöhe: FL165 - hier beginnt der "Upper Airspace", Class A und somit für VFR nicht verfügbar
VFR Altitudes


Platzrunde

Damit sich in der Nähe von Flugplätzen durch das höhere Verkehrsaufkommen keine Konfliktsituationen durch unkoordiniert fliegende Flugzeuge ergeben, bewegt sich dort VFR-Traffic immer in der sogenannten Platzrunde (engl. Traffic Circuit). In die Platzrunde einfliegende Piloten müssen diese vor dem Einflug nach anderen Flugzeugen absuchen und ihre Absichten per Funk bekanntgeben, falls der Flugplatz über ATC verfügt, ist eine Genehmigung des Towers notwendig. Ist es notwendig, zum Verlassen/Einfliegen den Flughafen zu überqueren, so ist dafür ebenfalls eine Genehmigung erforderlich.

VFR Traffic Pattern
Die einzelnen Positionen (engl. "Legs") heißen wie folgt:
    1. Abflug (Upwind)
    2. Querabflug (Crosswind)
    3. Gegenanflug (Downwind)
    4. Queranflug (Base)
    5. Endanflug (Final)
Weitere Details zum Traffic Circuit sowie Beispiele, wie man in diesen einfliegt, sind auf der IVAO-Trainingsseite, Lektion Visual Pattern, zu finden.

Terminal Areas

In der Nähe von größeren Flughäfen existieren sogenannte "Terminal Areas" ("TMA") - in diesen gelten restriktivere Luftraumeinteilungen, um IFR vor VFR Traffic zu schützen. In Kern einer TMA befindet sich die Control-Zone des jeweiligen Flughafen-Towers - in diese ist der Einflug nur über spezielle VFR-Korridore möglich und es ist eine Erlaubnis des Towers notwendig.

Auf IVAO-AT werden TMA's der folgenden Flughäfen simuliert: LOWW, LOWS, LOWK, LOWL, LOWG, LOWI

Um die Handhabung zu erleichtern, erstrecken sich TMA's auf IVAO 20nm um die genannten Flughäfen, sowie zusätzlich 10nm Rund um Rattenberg RTT (Sonderregelung für LOWI). In den TMA's gilt ab 3500ft MSL (oder 1500ft AGL falls höher) Class B Airspace, fliegt man in diesen hinein so muss der Approach-Controller kontaktiert werden, und der Flug wird unter seiner Kontrolle fortgesetzt.

Möchte man auf dem fraglichen Flughafen nach VFR-Regeln landen, dann bleibt man generell unter dem Class B Airspace (also auf/unter 3500ft MSL bzw. 1500ft AGL absinken), und nähert sich der Control-Zone des Towers, deren Ausmaß aus den VFR-Charts ersichtlich ist (hat man keine Charts, ist 12nm um den Airport ein guter Faustwert).

Nähert man sich also einem dieser Flughäfen ist wie folgt vorzugehen:


VFR-Zusammenfassung



Die wichtigsten bei VFR geltenden Regeln sind auf folgendem Chart ersichtlich - nochmal zur Erinnerung (Details siehe Luftraumklassifizierung):
    Class A - VFR nicht erlaubt
    Class B - VFR erlaubt, Flug unterliegt ATC Kontrolle
    Class E - VFR erlaubt, ATC Kontakt nicht notwendig
VFR Zusammenfassung

Anhang: Special-VFR

Falls VFR-Sicht-Minima nicht erreicht werden können, ist es möglich in kontrollierten Lufträumen eine Special-VFR (S-VFR) Clearance zu beantragen, und entsprechend der VFR-Regeln aus der Area rauszufliegen. Die minimale Sichtweite muss für eine solche Clearance 1500m betragen. Dieses Vorgehen ist allerdings freiwillig, da auf IVAO ein VFR-Flug niemals wegen schlechtem Wetter abgelehnt werden sollte, und somit jederzeit eine VFR-Departure möglich ist.


Note: The images on this page are based on the "VFR Flight Guide" published by the "Australian Government Civil Aviation Safety Authority" and are used with kind permission of the copyright owner.